Neue Mitglieder der Initiative Gedenkort Hotel Silber:
JungsozialistInnen in der SPD Kreisverband Stuttgart
Wir freuen uns, die Stuttgarter JungsozialistInnen in der SPD als neues Mitglied in der Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber begrüßen zu dürfen. Die Stuttgarter Jusos haben sich bereits 1979(!) für den Erhalt des "Hotels Silber" eingesetzt!
Siehe auch:
Pressemitteilung des Juso-Kreisverbandes Stuttgart
Georg-Elser-Arbeitskreis Stuttgart
Klaus Steinke schreibt:
Wir , der Georg-Elser-Arbeitskreis Stuttgart, würden gerne als 15. Initiative/Gruppe für den Erhalt des Hotels Silber eintreten.
Die Schwester von Georg Elser, Maria Hirth, wurde nach dem Attentatsversuch etwa eine Woche in Stuttgart gefangengehalten und mehrmals im „Hotel Silber“ verhört. Dort verhört wurde auch ihr Mann.
Franz Hirth, ihr 11jähriger Sohn, wurde, als er von der Schule kam, von der Gestapo abgeholt und hatte bis in die Nacht hinein in der Pförtnerloge des Hotels Silber ohne jede Erklärung zu warten, bevor er abends im Polizeiwagen in ein Kinderheim in der Türlenstraße gebracht wurde, und dann ohne Nachricht von seinen Eltern mehrere Tage lang vom Kinderheim aus in die Schule ging, bis ihn sein Großvater, der in der Baar lebte, nach dorthin abholte...
Diese Details habe ich auf einer Vortragsveranstaltung von Frau Renate Franz, auf der Franz Hirth und seine Frau persönlich anwesend waren, von Franz Hirth persönlich gehört und damals im Wortlaut aufgeschrieben „...wurde ich zum Pförtner reingesetzt und saß da bis sieben oder acht Uhr abends. Der Pförtner fragte andere Personen mehrmals „Was wollt ihr mit dem Buben machen?“
Elsers Schwester Anna und ihr Mann Fritz Hangs waren im Polizeigefängnis in der Büchsenstraße arretiert. Frau Hangs wurde erstmals eine Woche nach ihrer Inhaftierung verhört. Aus Heidenheim nach Stuttgart gebracht wurden auch Elsers Eltern Maria und Ludwig Elser, sowie sein Bruder Leonhard. Es ist als sicher anzunehmen, dass auch diese vor dem Weitertransport nach Berlin im Hotel Silber vernommen wurden.
Verein Lebenswerk Käthe Löwenthal e.V.
Prof. Dr. Wolf Ritscher schreibt:
Als Geschäftsführer des "Vereins Lebenswerk Käthe Loewenthal e.V" möchte ich Ihnen zunächst meinen Respekt und meinen Dank für Ihre Initiative und die Ihrer Gruppe ausdrücken. Käthe Loewenthal war ja selbst Wahl-Stuttgarterin, und wurde im April 1942 von Stuttgart aus nach Izbica deportiert. Dort verlieren sich ihre Spuren. Diese Deportation - wie ja alle Repressionsmaßnahmen gegen die Juden in Stuttgart und Württemberg - wurden im Stuttgarter Innenministerium geplant und u.a. in der Gestapozentrale im Hotel Silber. Mit der Errichtung eines Lern- und Gedenkortes in diesem Gebäude könnte das Schicksal der Stuttgarter Juden und anderer verfolgter Gruppen (Sinti und Roma, Euthanasie- und Sterilisationsopfer, Zeugen Jehovas, politische GegnerInnen usw.) erinnert, dokumentiert und reflektiert werden.
Darüber hinaus möchten wir als Verein auch ihrer Initiativgruppe beitreten.
Auch als ehemaliger langjähriger Leiter des Projekts "Erziehung nach Auschwitz" an der Hochschule Esslingen - Fakultät Soziale Arbeit, Gesundheit und Pflege (vormals Hochschule für Sozialwesen Esslingen) begrüße ich Ihre Initiative sehr und wünsche ihr viel Erfolg.
Hinweis: Käthe Löwenthal war eine bedeutende Stuttgarter Malerin. Mascha Riepl-Schmidt berichtet über sie im Buch „Stuttgarter Stolpersteine – Spuren vergessener Nachbarn.“ In der Ameisenbergstraße 37 erinnert ein Stolperstein an sie
Weitere Informationen unter: www.stolpersteine-stuttgart.de/index.php?docid=131
Regionalgruppe Baden-Württemberg der Vereinigung "Gegen Vergessen - Für Demokratie"
Alfred Geisel schreibt:
„Auch wenn wir uns auf der städtischen Ebene bereits seit längerer Zeit für den Erhalt des Hotel Silber als würdigen Gedenkort für die von dort ausgegangenen NS-Verbrechen in ganz Württemberg eingesetzt haben, soll unser Beitritt zur Initiative Gedenkort Hotel Silber unsere Verbundenheit mit allen Bestrebungen, die in diese Richtung zielen, zum Ausdruck bringen. Ich möchte Ihren Vorschlag aufgreifen, dass Sie diesen Beitritt bei Gelegenheit öffentlich bekannt machen. Unsere Regionalgruppe hat seit kurzem eine eigene homepage (www.bawue-gegenvergessen.de) Es bestehen unsererseits keine Bedenken, uns auf Ihrer Website aufzuführen.
Wie ich Ihnen in Aussicht gestellt habe, habe ich mich zwischenzeitlich in einem persönlichen Schreiben in dieser Sache an Herrn Ministerpräsidenten Mappus gewandt“.
DGB-Nordwürttemberg
Im Newsletter der DGB Region Nordwürttemberg vom 21. April 2010 schreibt Julia Friedrich, Regionssekretärin:
„DGB Nordwürttemberg Mitglied in der Initiative Lern- und Gedenkort ‚Hotel Silber‘:
Die Initiative und die unterstützenden Organisationen, zu denen auch der DGB Nordwürttemberg gehört, wollen den authentischen Ort der ehemaligen Stuttgarter Gestapozentrale in Form des historischen Gebäudes in der Dorotheenstraße 10 in Stuttgart beim Karlsplatz – bekannt unter dem Namen „Hotel Silber“ - erhalten. Wir wenden uns damit gegen die Pläne der Stadt Stuttgart, das Gebäude abzureißen und einem neuen Bürokomplex „da Vinci“ dort hochzuziehen."
letzte Aktualisierung: 2010-04-27


